Die oberbayerische Stadt Fürstenfeldbruck liegt circa 25 Kilometer nordwestlich von München und ist mit der bayerischen Landeshauptstadt über eine S-Bahn-Linie direkt verbunden. Fürstenfeldbruck ist Kreisstadt und hat für den Besucher Einiges zu bieten.

Bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die ehemalige Zisterzienserklosterkirche Mariae Himmelfahrt. Sie gehört zu den berühmtesten Sakralbauten Oberbayerns und wurde in ihrer heutigen Form 1701 vom italienischen Baumeister Viscardi im Stil des Spätbarocks geplant. Seine Bautätigkeit kam allerdings auf Grund des Spanischen Erbfolgekrieges zum Erliegen. Erst über 30 Jahre später wurde weiter an der Kirche gebaut, die schließlich 1741 geweiht wurde. Im Innenraum faszinieren vor allem das Gewölbe mit Malereien der Gebrüder Asam, die vielen Säulen und die Stuckdekoration der Brüder Appiani. Der Hochaltar wurde von Egid Quirin Asam entworfen. Auch die Pfarrkirche St. Magdalena aus dem 17. Jahrhundert und die kleine, im 15. Jahrhundert noch im Stil der Gotik erbaute Kirche St. Leonhard sind kulturhistorisch sehr interessant. Ein Naturdenkmal befindet sich ebenfalls in Fürstenfeldbruck. Hier kann der Besucher die Edignalinde auf einem Friedhof im Stadtteil Puch bewundern. Der Baum soll über 1200 Jahre alt sein, ha eine Höhe von 20 Metern und einen Kronendurchmesser von 17 Metern. Immer noch brechen neue Triebe aus dem Baum hervor. Fürstenfeldbruck besteht aus sechs Stadtteilen und wird vom Fluss Amper durchflossen.

1263 begann mit der Gründung des Zisterzienserklosters die Geschichte des Ortes. Die Siedlung Fürstenfeld war im Besitz der Wittelsbacher. Für die Überquerung der Brücke zur Siedlung Bruck erhoben die Welfen Zölle. Fürstenfeldbruck lag im Mittelalter direkt an der wirtschaftlich bedeutenden Salzstraße. 1306 wurde Fürstenfeldbruck erstmals als Markt erwähnt. Die Gemeinde ging in Besitz es Klosters über. 1803 wurde auch das Zisterzienserkloster säkularisiert. Die Bürger der Gemeinde errichteten eine Selbstverwaltung. Aus dem Jahre 1908 stammt der einheitliche Name Fürstenfeldbruck. Im Zweiten Weltkrieg errichteten die Nationalozialisten eine Luftkriegsschule, die später von den Amerikanern als genutzt wurde. Ab 1957 errichtete die Bundesdeutsche Luftwaffe hier ihren Stützpunkt, der 1972 zu trauriger Berühmtheit gelangte, als in Fürstenfeldbruck das Geiseldrama der Olympischen Spiele sein schreckliches Ende fand.